Die Orgeln der Rostocker Marienkirche

Die erste Erwähnung einer Orgel in St. Marien datiert aus dem Jahr 1452. Von 1590 bis 1593 erbaute Heinrich Glowatz an der Westwand eine große Orgel mit etwa 54 Registern (die Quellen beschreiben den Zustand nach Erweiterungen und sind uneinheitlich) auf drei Manualen und Pedal. Sie gehörte zu den größten Instrumenten ihrer Zeit. 1768 wurde sie von Paul Schmidt abgebaut, um Platz für seinen Neubau zu schaffen.

 

Die Große Orgel

Der gewaltige Barockprospekt der Marienorgel stammt von dem Rostocker Orgelbauer Paul Schmidt und wurde 1770 vollendet. Nach vielen Umbauten der technisch mit Mängeln behafteten Orgel durch Marx (1793), Winzer (um 1880), Börger (1905-10) u.a. steht heute hinter der historischen Fassade ein elektro-pneumatisches Orgelwerk der Firma Sauer, Frankfurt/O. von 1938 mit 83 Registern auf 4 Manualen und 5.700 Pfeifen, wobei über 30 Stimmen sowie Windladen der Vorgängerinstrumente erhalten sind.


In der Winterkirche (Turmkapelle) steht ein Orgelpositiv der Fa. Schuke (1949/1965) mit 5 Registern.


Neben der Hauptorgel gab es im Hauptschiff immer wieder auch kleinere Orgeln. 1606 verbrannte ein Instrument über der Mannschen Kapelle, 1793 wurde eine Kleinorgel nach Warnkenhagen abgegeben. Von 2006 bis 2012 stand im Chorraum der Marienkirche die ehemalige Orgel des Nordschiffs der Rostocker Petrikirche (Schuke 1955, 9/II/P). Diese Orgel wurde an die Kirche von Strodehne (Rhinow/Brandenburg) abgegeben.

Ende 2016 wird der Förderverein für Kirchenmusik der Innenstadtgemeinde eine Truhenorgel des Rostocker Orgelbauers Johann-Gottfried Schmidt übergeben. Mehr zu dem Instrument finden Sie hier>>